Neuigkeiten und Ankündigungen
Photo von Univ.Prof.Dr.Manfried Welan (2012) Peter Adler interviewte Manfried Welan am 29.10.2014 um 19:00 Uhr im Wirtschaftsmuseum gemeinsam mit Mag.Dr. Johann Werfring

Einladung und Programm

Adresse:
1050 Wien, Vogelsanggasse 36 (Reinprechtsdorferstr./Matzleinsdorferplatz) - Tel.: 01/535 25 51
Manfried Welan, Politik- und Rechtswissenschafter, Schriftsteller und langjähriger Rektor der Universität für Bodenkultur in Wien stellt sein neues Buch vor:
Student in Rot-Weiß-Rot - Wien 1955-1960
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Photo von Hon.Prof.Dr.Heinrich Neisser Rückblicke in die Studentenzeit geraten oft zu schwärmerischen Verklärungen vergangener Zeiten. Das ist der 'Student in Rot-Weiß-Rot' nicht. Er ruft vielmer eine Realität in Erinnerung, die für meine Generation trotzaller Freiheit, die wir genossen haben, oft auch irritierend war. ... Die Zahl der Werkstudenten war groß. Auch Manfried Welan mußte Geld als Nachhilfelehrer verdienen. Er verdingte sich aber auch als Hilfsarbeiter in der Austria Tabakwerke AG. Er war beides: Hilfsarbeiter und Nachhilfelehrer des Sohnes des Betriebsratsobmannes. Seine Beschreibung des Arbeitsklimas in dem ehemals erfolgreichsten Monopolbetrieb der Republik ist ein literarisches Kabinettstück.
(Heinrich Neisser, Hon.Prof., ehem. Bundesminister und NR-Abg.)
 
Manfried Welan war mein erster Chef als Universitätsassistent Ende der 70er Jahre. Ich hatte mein Studium und meine Zeit als Hochschülerschaftsfunktionär beendet und wollte das Gelernte vertiefen. Wenn ich heute seine Erinnerungen lese, kann ich die Weite seines Denkens nachvollziehen, die unsere Zusammenarbeit geprägt hat - Anekdoten daraus gibt es am 29.Oktober 2014 im Wirtschaftsmuseum !
(Peter Adler, Mediator, ehem. Assistent von Manfried Welan)
 
Der liberale christdemokratische Vordenker und  bekannte Wissenschaftler Manfried Welan beschreibt im dritten Teil seiner Lebenstrilogie, wie er die entscheidenden Phasen des Werdens und Wachsens der Zweiten Republik als junger Student miterlebt hat.  Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges zeigt Welan anschaulich, mit welch bescheidenen materiellen Mitteln die damalige Generation Österreich wieder aufgebaut hat. Das Besondere: Welan und seine Alterskohorte entwickelten einen weltoffenen Patriotismus und prägten mit ihren staatstheoretischen und politischen Grundsatzwerken das moderne Österreich. Nach der Nazibarbarei war es nicht einfach, einen positiven Bezug für die noch junge Republik zu entwickeln.
Wie der junge Student Welan das in den 1950er Jahren noch eher graue Wien erlebte, ist eine überaus amüsante Zeitreise. Neben den damaligen Besonderheiten des Lehrplans verbrachte er seine Lehr- und Wanderjahre als Komparse beim Theater, arbeitete als Nachhilfelehrer und Hilfsarbeiter und schärfte seine politische Bildung beim Cartellverband. Was den Band lesenswert macht, sind die zahlreichen Anekdoten Welans und die selbstkritische Auseinandersetzung mit den Stärken und Schwächen seiner Generation. Mit dem Buch legt Welan ein Musterbeispiel auf dem Gebiet der Oral History vor. Wer das Buch liest, versteht besser, warum das junge Österreich sich  so und nicht anders entwickelte.
(Rezension: Christian Moser [Manfried Welan, Student in Rot-Weiss-Rot. Wien 199-1960, Böhlau Verlag, ISBN 978-3-205-79577-3])